Schweiz: Cyberkriminelle stehlen mit Fake-Amazon-Mail Login- und Kreditkartendaten

Eine angebliche Bestellbestätigung im Namen von Amazon täuscht vor, dass ein kostenpflichtiges Prime-Jahresabo aktiviert wurde, das ohne sofortige Stornierung belastet wird.

Cybercrime.ch informiert über die neueste Betrugsmasche.

Die Betrugsmasche

Die gefälschte E-Mail erweckt den Eindruck, dass eine kostenlose Testphase eines Prime-Video-Abonnements abgelaufen sei und sich automatisch in ein kostenpflichtiges Jahresabo umgewandelt habe.

Der fällige Abobetrag werde angeblich direkt von der hinterlegten Bankkarte abgebucht. Gleichzeitig wird angegeben, dass die Bestellung über die Schaltfläche «Bestellung stornieren» rückgängig gemacht werden könne.

Screenshot des betrügerischen E-Mails



Beim Klick auf diese Schaltfläche gelangen Betroffene auf eine betrügerische Website, die optisch eine Amazon-Anmeldeseite imitiert. Dort werden zunächst Login-Daten wie E-Mail-Adresse und Passwort abgefragt.

Anschliessend erfolgt eine Weiterleitung auf eine weitere Seite im Amazon-Design, auf der die angebliche Bestellung angezeigt wird und eine Stornierung möglich erscheint.




Im nächsten Schritt wird die Eingabe zusätzlicher persönlicher Daten sowie von Kreditkartendaten gefordert, angeblich um den Betrag zurückzuerstatten.

Die eingegebenen Daten werden direkt von den Betrügern abgegriffen und können für missbräuchliche Transaktionen verwendet werden. Zudem verfügen die Cyberkriminellen damit über alle nötigen Informationen, um sich leichter Zugriff auf das Amazon-Konto zu verschaffen.




Was muss ich tun

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- resp. Spam-Ordner.
  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität des E-Mails zu klären.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Ändern Sie umgehend das Passwort Ihres Amazon-Accounts sowie aller weiteren Konten, für die Sie dieselben Zugangsdaten verwenden.
  • Informieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut und lassen Sie die involvierten Bank-/Debitkarten sperren.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

 

Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch

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